Mittwoch, 25. November 2009

Viele tote Zivilisten bei Kämpfen in Mogadischu - Massenflucht im Süden Somalias


Islamische Milizen liefern sich ohne Rücksicht auf zivile Verluste Kämpfe mit Regierungstruppen (Quelle: Shabelle Media-Network)

Bei schweren Kämpfen in der Hauptstadt Somalias sind gestern und heute mindestens 10 Menschen getötet worden. Im Süden fliehen die Menschen vor Kämpfen zwischen den mittlerweile verfeindeten muslimischen Milizen der Al-Shabab und der Hizb-al-Islam.




Mittlerweile wurden mindestens zehn Menschen im Norden Mogadischus bei Kämpfen zwischen Truppen der Afrikanischen Union mit UN-Mandat (AMISOM) und Kämpfern der Hizb-al-Islam-Milizen getötet. Dazu gab es Dutzende Verwundete. Unterstützt wurden die UN-Truppen von der Armee der Übergangsregierung (TFG). Bei den Toten soll es sich vor allem um Zivilisten handeln. Zeugen gaben an, dass bei den fortdauernden Kämpfen mit schweren Waffen viele weitere Menschen getötet wurden. Beide Seiten sagten, dass sie angegriffen wurden.



Economist

Im Süden des Landes, wo sich Angehörige der Al-Shabab-Milizen und der Hizb-al-Islam bekämpfen, flohen seit Samstag mehr als 2.000 Menschen vor den nun mehr sporadischen Kämpfen aus der Stadt Afmadow. Die UN geht davon aus, dass viele weitere tausend Menschen folgen und die IDP-Statistiken in die Höhe treiben werden. Bisher zählt das UNHCR 1,5 Millionen Binnenvertriebene. Seit Anfang Oktober bekämpfen sich die muslimischen Milizen, um den lukrativen Außenhandel, der über die Hafenstädte abgewickelt wird, kontrollieren zu können. Die Kämpfe haben sich aber in den vergangenen Wochen auch in anderen Teilen des Distrikts "Juba Valley" ausgebreitet.  

Berichte über Opfer und Verlauf der Kämpfe erweisen sich als schwierig. Zur Situation der Medien hier ein Interview mit einem AFP-Journalisten:


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