Dienstag, 12. Januar 2010

Wende im Krieg gegen Houthi-Rebellen? Angeblich hunderte von Kämpfern im Jemen durch saudische Armee getötet


Während Guido Westerwelle am Montag im Jemen weilte und davon sprach, dass eine militärische Lösung, sowohl in Bezug auf den Konflikt im Norden mit den Houthi-Rebellen, als auch mit Al-Qaida nicht erfolgreich sein könne, begannen saudische Truppen damit Stellungen der Houthi-Rebellen massiv anzugreifen. Sicher nicht ohne die Regierung in Sana´a zu informieren. Vier saudische Soldaten kamen bei der Offensive ums Leben und angeblich wurden hunderte der Rebellen getötet.



Damit sollen alle Rebellen aus der Grenzregion vertrieben worden sein. Eine unabhängige Bestätigung der Berichte gab es nicht, auch keine Stellungnahme seitens der Houthis. Zudem töteten paramilitärische Milizen 19 Rebellen nördlich der jemenitischen Hauptstadt.


BBC

Durchgreifende Reformen, wie der deutsche Außenminister sie forderte, rücken damit wieder in den Hintergrund. Jemens Präsident Ali Abdallah Saleh macht daraus keinen Hehl, dass er eine militärische Lösung, sowohl im Norden, als auch im Süden bevorzugt. Das UNHCR schätzt, dass nun nach den neuesten Kämpfen etwa 200.000 Menschen vor den Kämpfen geflohen sind. Mehr als 1.400 Menschen sind bisher in den vergangenen drei Monaten in den Kämpfen getötet worden, darunter 82 saudische Soldaten, wie der Außenminister Saudi-Arabiens heute verlautbaren ließ.

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