Montag, 7. Dezember 2009

Fünf UN-Blauhelmsoldaten in Darfur getötet - politische Spannungen im Süden des Landes bedrohen Sicherheit


Ende vergangener Woche wurden bei zwei Angriffen auf ruandische UN-Blauhelmsoldaten fünf Angehörige der UNAMID getötet. Militante griffen die Soldaten mit automatischen Waffen in der westlichen Region des Sudan an. Der Angriff fand etwa 40 Kilometer von der Stadt El-Fasher entfernt statt.


Ruandischer Soldat vor einem UN-Helikopter in Darfur (Quelle: Sudan Tribune)



Damit hat die Gewalt in dem Konflikt, in dem bis zu 300.000 Menschen seit 2003 getötet wurden wieder stark zugenommen. Die Angriffe zeigen die instabile Lage in Darfur und die teilweise Machtlosigkeit der UNAMID-Mission. 22 Soldaten wurden seit Beginn der Mission 2008 getötet. Aber nicht nur militante Gruppen machen dem Landstrich zu schaffen, auch vermehrte Fälle organisierter Kriminalität, wie Entführungen von Entwicklungshelfern häufen sich. Angeblich wollten die Angreifer Fahrzeuge der UN-Mission stehlen.  Reuters meldete heute, dass heute mehrere Männer festgenommen wurden. Die raundische Regierung dagegen, machte Regierungstruppen für die tödlichen Attacken verantwortlich. Auch dies zeigt die unübersichtliche und schwierige politische Lage in der Region.



Im Süden des Landes wurden heute mehrere südsudanesische Politiker bei einer Demontration verhaftet, was die Hoffnung auf einen reibungslosen Verlauf der kommenden Wahlen auch wieder unsicherer erscheinen lässt. Auch im Süden hat in der vergangenen Woche die Gewalt deutlich zugenommen, so dass Beobachter befürchten, dass sich politische Spannungen um eine höhere Autonomie für den Südsudan wieder gewaltsam entladen könnten.

Mittlerweile wurden die Oppositionellen wieder freigelassen, aber die Spannungen halten an. So wurden Wahlkampfbüros der Regierungspartei angezündet, südsudanesische Politiker sprechen von einer "düsteren Zukunft". 




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