Freitag, 7. Juli 2017

G20: Alternative Tagesordnung

Die Symbolhaftigkeit von Ereignissen und Abläufen sollte man nicht überbewerten. Das gilt auch für den G20-Gipfel:


Aber dass die Terrorismusbekämpfung das Treffen eröffnet und danach über Wachstum und Handel gesprochen wird, spricht schon für sich. Erst danach wird es um eine nachhaltige Entwicklung und Fragen von Klimaschutz und Energiegewinnung gehen. Etwas zynisch könnte man sagen, dass es dann schon zu spät ist. Denn wenn die bisherige Logik der Terrorismusbekämpfung die Außen- und Sicherheitspolitik dominiert und eine in erster Linie auf Wachstum ausgerichtete Wirtschaftspolitik und eine von den westlichen Industreistaaten dominierte Handelspolitik auf der Tagesordnung stehen, dann sind die Absprachen danach über Nachhaltigkeit, Klimaschutz, globale Gerechtigkeit, zivile Konfliktbearbeitung usw... nichts mehr wert. Kohärenz der Politikfelder heißen die Zauberworte, anstatt die einseitige Dominanz bestimmter Themen.

Mag naiv klingen. Aber es ginge ja auch anders:




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