Montag, 6. April 2015

Moderne Gesellschaft: Frustration oder Unterwerfung

Der Deutschlandfunk zu Alain Ehrenberg und sein Buch "Das Unbehagen in der Gesellschaft":
Schon in seiner früheren Studie "Das erschöpfte Selbst", die in Deutschland unter Psychotherapeuten und anderen sozialen Berufen breit rezipiert wird, hat er nach dem Schicksal des Einzelnen in einer zunehmend abstrakter werdenden Gesellschaft gefragt.
Beide Länder sind für ihn deshalb von Interesse, weil in ihnen seelische Gesundheit und das Individuum zwar eine große Rolle spielen, aber eine gänzlich andere Bedeutung haben. In beiden Kulturen werden die gesellschaftlichen Bindungen schwächer und jeder Einzelne wird für sich selbst verantwortlich.

Bei allen Autonomieversuchen kann sich dieses Ich der Gesellschaft oder dem "Gesetz", wie Lacan das nennt, nicht entziehen.
 

Für Ehrenberg bleiben Frustration oder Unterwerfung übrig.


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