Montag, 1. März 2010

Milizen in Somalia stoppen Konvois mit Hilfsgütern - Schicksal von mehr als 360.000 Menschen betroffen


Die Hilfslieferungen würden die lokale Landwirtschaft zerstören, sagten die extremistischen Al-Shabab-Kämpfer in einer Stellungnahme. Dem widersprachen Verantwortliche des "World Food Programme" (WFP). Die lokalen Bauern seien ohne Hilfe nicht in der Lage die Bevölkerung und die zahlreichen Binnenvertriebenen zu versorgen. Al-Shabab sagte, in Gebieten unter ihrer Kontrolle habe sich die Produktion von landwirtschaftlichen Gütern massiv erhöht. Dies kann jedoch nicht unabhängig verifiziert werden. Zudem, so Al-Shabab-Mitglieder, verteile das WFP abgelaufene Lebensmittel.

Am Wochenende waren Hilfskonvois des WFP von Kämpfern gestoppt worden. Die letzte Lieferung erreichte die betroffene Region Afgoye im November vergangenen Jahres. Verantwortliche befürchten, dass es zu neuen Flüchtlingsströmen kommt, sollten die Menschen die Lager oder ihe Dörfer verlassen müssen.

Bereits vor einem Monat musste die Organisation im Süden des Landes ihre Arbeit aufgrund der Bedrohung einstellen. Am 01. Januar war ein Ultimatum der Al-Shabab-Milizen abgelaufen, daraufhin wurden zwei WFP-Büros angegriffen:


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