Dienstag, 3. November 2009

Kenia - Gefangen zwischen fragilen Nachbarn und zerrieben von inneren Unruhen


Vor anderthalb Jahren erschütterten schwere Unruhen das 40-Millionen-Einwohner Land, bei denen mehr als 1.500 Menschen getötet wurden. Danach kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Angehörigen verschiedener Stämme wegen Ressourcenkonflikten. Dabei wurden z.B. Ende September mehr als 20 Menschen getötet.


Fragile Staatlichkeit von Kenias Nachbarn

Durch die fragile Staatlichkeit seiner Nachbarn, im Besonderen des Sudans und von Somalia, aber auch in Grenzregionen von Teilen Äthiopiens, droht nun auch von außen Gefahr für die lokale Bevölkerung. Weder der Sudan, noch Somalia kommen zur Ruhe, in der Ogaden-Region starben vor knapp zwei Wochen in Äthiopien mindestens 100 Menschen. Und auch nach Kenia schwappt nun die Gewalt. Al-Shabab-Führer haben angekündigt auch in Kenia aktiv werden zu wollen.
Communities living in North Eastern province, which neighbours Somalia on one side experience sporadic raids from Al Shabaab while in the Upper Eastern region, Ethiopian cattle raiders give their Kenyan counterparts sleepless nights. "We have been trying to assist our brothers in Somalia to form peace committees to help in resolving conflicts but this been made difficult by members of Al Shabaab," a chief from the larger Mandera district, Mr Mohammed Ibrahim told the Intergovernmental Authority on Development (IGAD) sponsored forum.
 Hier die Folgen eines Angriffes vom Territorium des Sudan aus im Oktober:




Zusätzlich leidet die Bevölkerung in weiten Teilen unter dem Klimawandel und der Nahrungsmittelknappheit:
Am Horn von Afrika sind inzwischen mehr als 20 Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. In Kenia leidet bereits rund ein Drittel der Bevölkerung Hunger. Besonders betroffen: die Distrikte Marsabit, Samburu und Isiolo im Norden des Landes mit rund 365.000 Menschen.


Grundsätzlich bleibt wohl die Gefahr, dass die volatilen Grenzregionen dauerhafte Konfliktgebiete bleiben. Das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung (HIIK) klassifiziert zwei der vier Konflikte als "Krise", zwei als "manifester Konflikt".


Mehr Informationen:

und Frieden (2000)







2 Kommentare:

  1. zu wenig informationen ich würde gerne noch wissen wie es dazu gekommen ist und ob es als krieg vertretbar ist

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  2. vielleicht hilft das weiter:

    zu Entwicklung und Zahl der Konflikte:
    http://hiik.de/exhibit_09/

    Ich denke, die Einstufung als bewaffneter Konflikt ist auf Dauer nicht zutreffend, das HIIK (http://hiik.de/en/konfliktbarometer/pdf/ConflictBarometer_2009.pdf) klassifiziert zwei der vier Konflikte als "Krise", zwei als "manifestierter Konflikt".

    Kenya (ethnic groups)

    Garre vs. Murule vs. Pokot vs. Turkana,
    Sambaru vs. Somali, Borana vs.
    Nyabasi vs. Buirege

    regional predominance, resources

    1991 3


    Kenya (Mungiki sect)

    Mungiki sect vs. government

    national power, regional predominance

    2002 3



    Kenya (opposition)

    ODM vs. PNU

    national power

    1999 2



    Kenya (SLDF)

    Soy, Ndorobo, SLDF vs. government

    regional predominance

    2002 2

    Grundsätzlich bleibt wohl die Gefahr, dass die volatilen Grenzregionen dauerhafte Konfliktgebiete bleiben. Dazu mehr hier:

    http://www.bmlv.gv.at/pdf_pool/publikationen/03_jb01_35_hei.pdf S. 30

    http://www.sef-bonn.org/download/veranstaltungen/2000/2000_ws-horn_paper-kiplagat_de.pdf

    http://www.taz.de/1/politik/afrika/artikel/1/abdul-und-ali-krieger-wider-willen/

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