Donnerstag, 28. März 2019

Eine überschätzte Spezies

Dem Menschen ist die Meisterleistung gelungen, die höchsten Gipfel der Erde und die tiefsten Ozeane zu verschmutzen, die Organismen zu schädigen und die Umgebung seines Planeten zu vermüllen.

Jede Minute schenkt er 250 Kindern das Leben und produziert 4000 Tonnen Müll. Jeden Tag stellt er 240.000 Autos her und vernichtet 400 lebende Arten. Jedes Jahr überlässt er fast neun Millionen Kinder unter fünf Jahren dem Tod und zerstört 13 Millionen Hektar Wald. 

Der Mensch scheint den Glauben dem Wissen vorzuziehen. Das Haben dem Sein. Das Bild vom Glück dem Glück selbst. Er meint alles zu beherrschen und beherrscht nicht einmal sich selbst. 

Er hat als einzige Art die Fähigkeit entwickelt seine eigene Umwelt zu zerstören - ohne die Weisheit zu entwickeln dies nicht zu tun. Der Mensch, unreif und unmündig, ist zum Besten wie zum Schlimmsten fähig. Wird er das Alter der Vernunft erreichen, bevor er sein eigenes Haus niedergebrannt hat?



Die Reihe "Überschätzte Spezies" stellt in zehn kurzen Filmen das Selbstverständnis der Menschheit in Frage. Die Sichtweise "überlegene Art" zu sein, gerät genauso ins Wanken, wie das Vertrauen darauf, künftige Herausforderungen einfach wie bisher zu meistern.

Die Filme legen offen, dass von Außen betrachtet, der Mensch eigentlich sich selbst und seine Umwelt bekämpft. Der sog. Naturzustand, in dem sich ideengeschichtlich ständig alle gegenseitig bedrohten, ist einer Ordnung gewichen, in der die Illusion von Gerechtigkeit und einer Logik der Angemessenheit einen fragilen zivilisatorischen Rahmen bildet, der es ermöglicht über die Zerstörung der eigenen Lebensgrundlagen und Ausbeutung anderer hinwegzusehen. 

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