Mittwoch, 30. März 2016

Bürgerkrieg mit internationaler Beteiligung: Britische Soldaten operieren in Libyen

Weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit soll Großbritannien Bodentruppen nach Libyen geschickt haben. Dies geht zumindest aus Aussagen jordanischer Quellen hervor, die das Newsportal Middle East Eye zitiert. Jordanien soll die britischen Einheiten nämlich vor Ort unterstützen. 

Von 1977 bis 2011 war die Flagge Libyens nur "ein grünes Tuch". Das Land war damit der einzige unabhängige Staat, der ein einfarbiges Tuch ohne jegliche Symbole als Nationalflagge führte.


Es wird schon lange davon ausgegangen, dass U.S.-Spezialeinheiten regelmäßig am Boden operieren. Hinzu kommen Einsätze von Drohnen. Insofern wird der politische Prozess in Libyen ständig von Militäroperationen "begleitet". 

He did not reveal the size or scope of the operations in Libya, where IS has seized control of territory amid a political vacuum that has emerged in the chaos since former leader Muammar Gaddafi was overthrown and later killed in a NATO-backed 2011 uprising.

Letztlich tobt ein Bürgerkrieg in Libyen, der seit dem Sturz Gaddafis nicht eingedämmt werden könnten. Die zahlreichen Versuche eine Übergangsregierung sind bisher immer wieder gescheitert. Dies liegt zum einen am Erstarken des IS, zum anderen an dem fortwährenden Konflikt der anderen zahlreichen Gruppierungen, wie ein aktueller Bericht deutlich macht:

„Haftar muss Teil der Lösung sein“, sagt der UN-Sondergesandte über den mächtigen General, der unter seinen Gegnern verhasst ist. Kobler strebt den Aufbau einer Einheitsarmee an, die sich dem IS entgegenstellen solle, bevor es der Westen auf eigene Faust tun muss. „Der Kampf gegen den IS muss zuallererst ein Kampf der Libyer sein, ein ausländischer Alleingang könnte den Konflikt verschärfen“, sagt Kobler.

Doch genau dies scheint nicht zu geschehen. Das internationale militärische Engagement wird verstärkt - wenn auch verdeckt. Gruppen werden unterstützt, Spezialeinsätze unternommen. Doch die Haltung, dass dies zu einer Befriedung dieses hochkomplexen Konflikts beitragen könnte, kann nur allzu leicht entlarvt werden, wenn man auf die Entwicklung in anderen Staaten, aber auch im Land selbst blickt. Sanktionen sollen auf diplomatischer Ebene Abhilfe schaffen, doch letztlich wird deutlich, dass diplomatische Mittel an ihre Grenzen stoßen, wenn längst die militärische Logik regiert.

Fußnote dieser Meldung ist, dass Jordanien offenbar eine deutlich stärkere außen- und sicherheitspolitische Präsenz anstrebt. Nicht nur in Libyen engagiert sich das Land, auch in Syrien kämpfen jordanische Soldaten gegen den IS.

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